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Ubuntu 8.04 auf dem Esprimo Mobile M9400 
Dieser Artikel beschreibt die Erfolgsgeschichte bei der Installation von Linux auf einem Fujitsu Siemens Esprimo Mobile M9400. Verwendet wurde die Distribution Ubuntu 8.04 LTS. Es wurde eine Clean-Installation durchgeführt. Datum 25.4.2008 - 27.4.2008

Endlich war er da, mein neuer Arbeitsgefährte. Ein 14 Zoll Widescreen Notbook. gleich mit Dockingstation.

Gerätebschreibung:

  • Fujitsu Siemens Esprimo Mobile M9400
  • 14 Zoll Display 1280x800
  • Intel(R) Core(TM)2 Duo CPU     T7500  @ 2.20GHz
  • 2GB Ram
  • 160GB HD
  • DVD-Brenner
  • Docking mit DVI, Analog, Com und USB und Netzwerk
  • Intel WLAN a/g/n, Bluetooth ( iwl4965)
  • cardreader

Da ich auch Windows darauf wollte, habe ich erst mal den Vista-Preload entpackt. 1 Partition über die ganze platte.
dauert fast ne schlappe stunde, bis man das erste mal den desktop sieht! Aber Windows ist später dran.

In der Zwischentzeit habe ich genau das heute erschienene Ubuntu 8.04 Hardy Heron downgeloadet und auf CD gebrutzelt.

Rein damit  und Vollgas Installation. Ca. 30 Minuten war der Laptop fertig installiert. Inkl. Partitions-Resizing, mit OpenOffice, Browser und allen onlineupdates, bereits im Netz.

Sieht alles recht gut aus. Die Bildschirmauflösung wurde korrekt erkannt.
3D-Desktop funktioniert tadellos. Das Gerät bleibt dabei absolt ruhig. Der Lüfter springt gelegentlich mal an, aber nur moderat. Sound kommt auch raus,wenn auch nur relativ leise, auch bei voller Auslastung. Docking Station rein und raus geht. ext. Bildschirm lässt sich auch steuern.

Die Konsolen, die mit Alt-Ctrl-F1 - F6 erreicht werden können gehen aber nicht, das Bild wird schwarz, aber kein Login-Promt.

Das konnte behoben werden, indem man den Splashscreen ausschaltet. :-(
(/boot/grub/menu.1st/)

title           Ubuntu 8.04, kernel 2.6.24-16-generic
root            (hd0,4)
kernel          /boot/vmlinuz-2.6.24-16-generic root=UUID=348d60b7-feaa-4e26-babb-a4d6deb037d6 ro quiet
#splash
initrd          /boot/initrd.img-2.6.24-16-generic
quiet


Da das Splash entfernen (oder auskommentieren). Dann gehen die Konsolen wieder.

Also, mein Heimverzeichnis zurückspielen und neu anmelden. Danach hatte ich auch schon wieder meinen normalen Desktop. (Hatte vorher anderer Laptop mit Ubuntu 7.4) Evolution, Firefox, Gvim und Openoffice waren damit eingerichtet.

Da fehlen natürlich noch jenste Programme, die ich aber mit Synaptics bequem nachinstalliere.

Ein Problem gibts mit dem Sound. Ich bin nicht ganz sicher, obs an Pulseaudio oder alsa gelegen hat. Auf jeden Fall konnte ich audacity nicht zur korrekten zusammenarbeit überreden. Geendet hats mit der kompilierung eines neuen alsa-Treibers. (siehe ->https://help.ubuntu.com/community/HdaIntelSoundHowto)
Jetzt gehen zumindest mal die Kopfhörerbuchsen, aber die interen speaker tönen dann auch noch. naja, kriegen wir dann auch noch hin.

Nach also jetzt 40 Stunden bin ich durchwegs zufrieden mit Ubuntu auf diesem Schnuckelchen. Ein Montagefehler nervt ein bischen (Buck oberhalb Tastatur), da werd ich wohl mal schrauben müssen. Aber sonst. Super, absolut ruhiges superschnelles Notebook. Batterie reicht geschätzt gut bis 3h.

Überrascht war ich dann, als ich mich dem Windows Vista gewidmet hatte.

Wie üblich bei Windows, erst mal alle Updates einspielen, bevor was anderes. ABER! Die Verbindung mit meinem Accesspoint (Planet  ADSL2+ Router)
wollte nicht gelingen. Nach einigem rumprobieren (15 Min) hat sich der DHCP als Übeltäter entlarvt. Mit fixer IP auf dem WLAN Interface ging es dann. Und dann gings 3h!!! bis alle Updates gemacht waren, das Office2007 deinstalliert und Openoffice und Free-Av installiert war. Ehlend lang. Und dabei fast ein permanent laut drehender Lüfter! Das Notebook wurde richtig heiss. Ursache war ein SVCHOST Prozess, der 50% der CPU verbutterte. Irgendein Trustet installer vermutlich Windows Update. Dabei musste ich 4! mal neu starten (dachte eigentlich, das wär unter XP nun besser!).
Und als dann alles UpTodate war und ich 10 Minuten Solitär gespielt hatte, wurde er plötzlicher leiser. Aber längstens nicht auf dem beinahe geräuschlosen Niveau, das unter Ubuntu herscht!

Zum Glück muss ich nicht oft mit dem Windows werkeln. Ganz sicher wird das nie zu meinem Standardbetriebssystem werden!

Zurück zu Ubuntu.
Die Installation war wirklich einfach. Die Dockingstation scheint auch zu funktionieren, im laufenden Betrieb. Standby und Suspend to Disk funktionieren auf Anhieb. (Standby in 8 Sec. Aufwachen in 7 sec mit WLAN nach 28sec) Auch der Cardreader geht und nimmt meine  HCSD Karte zügig entgegen. Der Mechanismus ist etwas fummelig. Modem und Soundeingänge und  PCI-Karte habe ich noch nicht getestet. Bluetooth mit dem Handy (Sony Ericsson W810i) ging auf Anhieb. Die Kalendersynchronisation habe ich aber noch nicht eingerichtet. WLAN funktionierte übrigens unter Linux  Plug&Play mit WPA/PSK, am gleichen Accesspoint bei dems unter Vista nicht ging! Bluetooth funktioniert "out of the box". USB-Headset von Trust geht einwandfrei. Skype und Zatoo funktionieren auch tipp top. Film-DVD wollte ich mit Heer der Ringe testen, das ging aber nicht. Habe da aber nicht weitergeforscht. Das neue Ubuntu geht nun noch besser mit Plug&Play um. Alles scheint geschmeidig und flink abzulaufen.  Ich bin voll des Lobes. Wer Fragen hat, darf mir gern eine Mail schreiben.

 

Update 17.5.2008

Also, nun hab ich Ihn ja schon fast einen Monat, und ich bin immer noch sehr happy damit. Beeindruckend ist für mich immer noch die Arbeitsgeschwindigkeit und dass der Lüfter quasi nie angeht.  So soll es sein, seiher benutze ich auch erweiterete 3D-Desktop Funktionen im Alltag, und stelle fest, dass diese nun wirklich brauchbar sind. Das Zoll Bildschirm weniger im Vergleich zum Vorgänger bemerke ich beim arbeiten nicht. Für mich ist das die optimale Grösse.

Nachwievor ist die eingebaute Soundkarte hackelig. Möglicherweise hab ich diesbezüglich das System bereits vermurkst, habe aber zu wenig Zeit, dem nachzugehen. Skype geht tatdellos mit dem Bluetooth Headset. Musik hör ich halt über den USB-Kopfhörer. Die eingebauten Lautsprecher sind so leise, da kommt echt keine Freude auf, jedoch auch unter Windows.

Sehr selten (2-3 mal) kam es vor, dass er nach dem "Bereitschafts" Modus mühe mit der USB-Maus und Bluetooth hatte. Neutsart hat dann das Problem behoben. Könnte aber auch mit eingespielten Ubuntu Updates zu tun haben. (deren gibts ja im Moment haufenweise)

Ein- und Ausdocken hat bis jetzt tadellos auch im Laufenden Betrieb geklappt. Habe allerdings keinen Bildschirm dran, daher kann ich das nicht beurteilen.

Die Beule, rsp. Montagefehler konnte ich selber beheben, war aber eine ziemliche Schrauberei. Die Tastatur federt aber immer noch ein bisschen.
Apropos Tastatur: Die scheint schon nach 1 Monat ein bisschen abzuwetzen, mal schauen, wie sich das weiterentwickelt. Das Gehäuse ist sonst relativ robust.

update 27.4.2009

Morgen jährt sich der Besitz dieses Geräts. Ich benütze das Notebook immer noch täglich und in voll mobilen Betrieb. Ich bin mit dem M9400 immer noch hochzufrieden.

Die Tastatur hat entgegen der Befürchtungen nicht weiter übermässig abgewetzt. Die Space und Buchstabentasten glänzen etwas mehr. Sie hört sich wie schon seit Beginn etwas klapprig an, man gewöhnt sich aber daran und auch das leichte Federn ist nicht weiter störend.

Mein tägliches Betriebssystem ist immer noch Ubuntu. Da gibts eigentlich nix zu mäckeln.  Mit der Zusatzbatterie unten drunter komm ich locker 3-4 Stunden durch. Die Batterieanzeige unter Ubuntu zeigt mitunter interessante werte an (>20000h). Mit den Audio Ein- und Ausgängen habe ich immer noch etwas Mühe, aber da ist das einfach zu fummelig gelöst. Ebenso die Synchronisation Kalender Handy->evolution war irgendwie nicht vernünftig einzurichten. Ich benütze das nicht mehr. Standby und Reaktivierung funktionieren tadellos und zuverlässig. Die Leistung Des Gerät reicht aus um zum Beispiel auch Gastbetriebssysteme wie XP, Vista oder auch Win7. Selbst die beta von Win7 liess sich problemlos in einer VirtualBox installieren.

Vista ist nachwievor nur selten am Start. Klar kann man damit wahrscheinlich auch arbeiten. Gefühlt ist es nachwievor träger. Aber die Audioschnittstellen funktionieren wesentlich besser... (Für meine Anwendung)... und auf Anhieb. Das hingegen eine Standardeinstellung eines Windows Update gedöns deinen Rechner unerlaubt neu startet finde ich der echte Hammer. Das fällt einem erst auf wenn du 1-2h unbeobachtet Audio-Aufnahmen machst und der Loginschirm dasteht. Tja



Linux On Laptops


 
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Weitere Informationen:
Linux hat sich mit der Benutzerobfläche KDE oder Gnome zu einer veritablen Alternative zu den Desktop Systemen von Microsoft oder Macintosh entwickelt. Ebenso gut bestellt ist es mit den Anwendungen auf der Client-Seite unter Linux.
Dieser Artikel beschreibt die Erfolgsgeschichte bei der Installation von Linux auf einem Fujitsu Siemens Esprimo Mobile M9400. Verwendet wurde die Distribution Ubuntu 8.04 LTS. Es wurde eine Clean-Installation durchgeführt. Datum 25.4.2008 - 27.4.2008
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