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Wassergekühlter Prozessor 
Prinzip
Der laute Prozessorlüfter meines PCs war der Grund für dieses Projekt. Das Prinzip der Konvektionswasserkühlung bewährte sich bestens für meine getunten Mofas, also lag die Idee nahe, dies auch bei meinem PC umzusetzten.
Von Michael Zaugg

Auf der Suche im Web stiess ich nur auf Systeme, die eine (geräuschvolle) Wasserpumpe und z.T. noch einen Lüfter benötigen. Wird das Kühlsystem aber richtig designt, so wird Pumpe und Lüfter überflüssig. Die Zirkulation wird rein durch die Konvektionsströmung unterhalten.
Am tiefsten Punkt des Kreislaufs befindet sich der Wärmetauscher des Prozessors. Das erwärmte und somit leichtere Wasser steigt im Kunsstoffschlauch zum höchsten Punkt des Kreislaufs. Das Wasser behält die Temparatur, da der Kunsstoffschlauch relativ gut isoliert ist. Damit bleibt das Wasser im ganzen steigenden Teil des Kreislaufs leichter. Das Wasser fliesst von dort in einem Kupferrohr wieder zum Prozessor hinunter, gibt dabei seine Wärme ab und wird dabei wieder schwerer.
Das Kupferrohr ist auf ein Kupfer Abflussrohr gelötet, damit die Wärme besser an die Luft geleitet werden kann. In diesem senkrechten Rohr erwärmt sich die Luft und es ensteht eine zweite Konvektionsströmung und macht einen Lüfter überflüssig.

Kühlelement
Der Wärmetauscher ist aus einem Alublock gefräst (bei Gehrigertechnik, 4535 Kammersrohr). Die Mäander sind so angeordnet, dass das Wasser in einer Hin- und Herbewegung von unten nach oben fliesst. Die Anschlussstutzen sind aus Kupfer und wurden zusammen mit dem Aludeckel mit Epoxydharz auf den Wärmetauscher geklebt.

ProzessorDer wassergekühlte Prozessor
Die Andrück-Klammer wurde vom original Athlon-Kühlkörper übernommen, damit der korrekte Anpressdruck gewährleistet bleibt. Mit zwei Blechstücken wurde auf beiden Seiten die Klammer verlängert.

AufsichtAufsicht auf Prozessor und Kühlelement
Die Anschlussschläuche gehen im Bereich des Prozessors in diese geriffelten Schläuche über. Diese hochflexiblen Schläuche verhindern, dass Kräfte der Schläuche den Anpressdruck des Wärmetauschers auf den Prozessor beeinflussen. Damit ist eine zuverlässige Wärmeübertragung gesichert.

Oberster TeilDer oberste Teil des Systems
Das Expansionsgefäss besteht aus einer Verlängerung am höchsten Punkt des Systems. Das blaue Ding ist meine Füllstandsanzeige und besteht aus einem blauen Kabelbinder, einem Stück Styropor als Schwimmer und einer Schraube als Kiel. Das System muss immer bis über dem höchsten Punkt gefüllt sein, sonst funktioniert es nicht mehr.

Fazit: Im Schnitt liegt die Prozessortempereatur um 48°, je nach Belastung. Die alte laute luftgekühlte Version brachte es nur auf 58°. Mein Rechner ist jetzt fast geräuschlos (die Festplatte ist kaum hörbar, der Netzteillüfter sogar noch leiser). Das grosse Kühlrohr ist knapp handwarm. Lässt man den Rechner Fraktale rechnen, so ist die Wärmezunahme am Kühlrohr deutlich spürbar, obschon die Prozessortemeperatur höchstens um 2° zunimmt.

 

Die ganze AnlageDie ganze Anlage
 


 
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Weitere Informationen:
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Wem Plüschtierchen zu flauschig sind und wer gerne Puzzles in 3D hat, der kann mit dem Tux aus Holz verwöhnt werden. Linus Torvalds hätte seine helle Freude.
Angefangen hat alles mit der Lagerräumung meines ehemaligen Arbeitgebers.
Der laute Prozessorlüfter meines PCs war der Grund für dieses Projekt. Das Prinzip der Konvektionswasserkühlung bewährte sich bestens für meine getunten Mofas, also lag die Idee nahe, dies auch bei meinem PC umzusetzten.
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